Wichtigkeit von Humus

Humus bezeichnet in der Bodenkunde (Pedologie) die Gesamtheit der abgestorbenen organischen Substanz des Bodens und stellt damit einen wichtigen Zwischenschritt im ökologischen Kreislauf dar. Humus ist ein Produkt, welches aus der abgestorbenen ökologischen Substanz entsteht und die Nährstoffe dieser Substanzen wieder in den ökologischen Kreislaufs zurückführt.

Humus Bedeutung

Dabei fungiert der Humus als eine Art Schnittstelle zwischen den lebenden Organismen und der abgestorbenen organischen Substanz und hat dabei einen sehr großen Anteil den Boden erst „bewohnbar“ zu gestalten sowie den ökologischen Kreislauf intakt zu halten.

Die Bedeutung von Humus für den Boden

Der humose Oberboden ist maßgeblich für das Pflanzenwachstum verantwortlich da er lebensnotwendige Mineral- und Nährstoffe enthält. Die Wirkung des Humus auf das Pflanzenwachstum ist jeweils abhängig von der tatsächlichen chemikalischen Zusammenstellung der jeweiligen Fläche. Grundsätzlich findet man die folgenden (Mineral- und Nähr-)Stoffe im humosen Boden: Wasser, Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor, Schwefel, Calcium, Kalium, Magnesium, Eisen, Aluminium und Mangan.

Neben der Rolle als Nährstofflieferant stellt der Humus auch den wichtigsten Lebensraum für Bodenlebewesen und Pflanzen. Durch die Umwandlung abgestorbenen organischen Materials finden viele Organismen im Humus erst ihre Nahrungs- und Lebensgrundlage. Durch die Funktion des humosen Bodens wird gleichzeitig jedoch auch dessen Beschaffenheit verbessert. Dabei wird die Porenverteilung durch den Zersetzungsprozess organischen Materials verbessert und somit auch der Luft- und Wärmehaushalt der Böden optimiert.

Besonders der so genannte Dauerhumus besitzt ein hohes Wasser- und Nährstoffbindungsvermögen und wirkt daher wie ein Speicher für die Pflanzenwelt. Durch die Bildung von Ton-Humus-Komplexen sowie stabilen Bodenaggregaten unterstützt diese Schicht den Boden als ein wichtiges Bau- und Stabilisierungselement des Bodengefüges. Da diese Art des Humus den größten Teil der organischen Substanz des Bodens ausmacht (Generell über 90 Prozent) ist dieser maßgeblich für die Bodenfruchtbarkeit verantwortlich.

Pufferfunktion und biologische Bodenaktivität

Eine weitere wichtige Funktion der Humusschicht ist das Puffern bzw. Filtern von Schadstoffen, umso das Grundwasser zu schützen. Dies ist besonders relevant da organisches Material auch immer durch schädliche Substanzen kontaminiert sein kann. Gerade zu Zeiten geringen Pflanzenwachstums und hoher biologischer Aktivität können zu viele Nährstoffe, insbesondere Stickstoff und Schadstoffe, freigesetzt werden, die das Grundwasser nachhaltig schädigen können. Um dies zu verhindern bzw. den Effekt möglichst zu minimieren besitzt der Humus diese umfangreichen Filter- und Speicherfunktionen.

Als Grundlage für eine hohe biologische Aktivität, auch Bioturbation genannt, versorgt der Humus die Pflanzen durch eine schnelle Nachlieferung von Nährstoffen. Dies lockert den Boden und vermischt ihn mit der mineralischen Bodenschicht, sodass die Bodenqualität weiter steigt und dadurch die biologische Aktivität sich gleichsam vermehrt. Der Humus nimmt also eine zentrale Rolle ein und dient als Grundlage für Land- und Forstwirtschaft.

Quellen & weiterführende Weblinks